Klassenzimmer unter Segeln ist ein Projekt, bei dem Schüler aus ganz Deutschland sechs Monate auf einem traditionellen Segelschiff verbringen. Dabei überqueren Sie den Atlantik und werden an Bord unterrichtet. Auf den Spuren von Alexander von Humboldt und Christoph Kolumbus hat sich auch Jasper gemacht, der für A Bleistift FOR EVERYONE 900 Bleistifte an eine Schule in Kuba übergeben hat.

Ein halbes Jahr auf See

Jasper hatte das Glück mit 33 weiteren Schülern aus über 150 Bewerbern ausgewählt zu werden. Respekt hatte er vor den beengten Verhältnissen. Zum Beispiel teilte er sich mit drei weiteren Schülern eine Kajüte mit drei Quadratmetern. So beengte Verhältnisse zwingen zur Ordnung. Die Erfahrung, die er während der Atlantik-Tour machen konnte, waren allerdings unvergleichlich. Neben dem Anblick von Delphinen und atemberaubenden Naturschauspielen, haben die Jugendlichen auch persönlich sehr viel über sich und das Leben gelernt. Auf der Seite des Projekts heißt es: KUS ist mehr als Unterricht. Es ist ein Lebens-, Erfahrungs- und Lernraum, in dem die Jugendlichen ihre gesamte Persönlichkeit entwickeln und entfalten können.“.

Neben Mathematik, Deutsch, Kunst und den üblichen Fächern, wird auch Navigation und Schiffskunde gelehrt. Jaspers Mitschülerinnen und Mitschüler haben in einem Reiseblog ihre Erlebnisse und Gedanken an Bord zusammengefasst. Lesen lohnt sich.

 

Schule Federico Engels Kuba

Kuba war eines der Ziele der Thor Heyerdal, das sie jedes Jahr anfährt. Die Schule auf Kuba kooperiert mit dem KUS Projekt schon seit langer Zeit. Der Namensgeber der Schule ist Friedrich Engels, der neben Karl Marx als Begründer des wissenschaftlichen Kommunismus gilt. Hierhin hat Jasper unsere Bleistifte mitgenommen.

Die Kooperationsschule des KUS Projekts ist ein Internat, das hochbegabte Jugendliche unterrichtet. Der Ablauf ist dabei folgendermaßen: 11 Tage werden die Schüler in der Schule unterrichtet, dann sind sie für ein Wochenende daheim. Während der 11 Tage in der Schule gibt es immer einen Tag, an dem die Jugendlichen entweder in der Küche helfen oder soziale Arbeit leisten.

Die Deutschen Besucher haben Einblicke in das Schulleben vor Ort und Kontakt zu gleichaltrigen Schülern bekommen. Viele der Schüler sprachen Englisch, sodass die Verständigung nicht schwierig war. Jasper hat festgestellt, dass viele Schüler die Provinz, in der die Schule liegt, noch nie verlassen haben und sehr von den sozialistischen Strukturen des Landes geprägt und überzeugt sind. Ein Blick auf die restliche Welt ist von dort aus kaum möglich.

 

Den Zustand der Schule beschrieben zwei Schülerinnen, die 2014/2015 mit dem Segelschulschiff vor Ort waren so: ‚Das Gebäude wirkt von außen restaurierungsbedürftig und wenn man das offene Gebäude betritt, bleibt dieser Eindruck an vielen Stellen bestehen. Wenn es regnet, tropft es, auch durch die Stromanschlüsse an den Decken und im Gang. Die Türen und Rollläden scheinen auseinander zu brechen und eine neue Wandfarbe hat das Haus schon lange nicht mehr gesehen. Dabei ist das Gebäude erst 37 Jahre alt.‚. Nachzulesen ist das in ihrem Blogbeitrag.  Jasper hat mit seinen Fotos dokumentiert, dass dieser Zustand wohl noch anhält. In einem persönlichen Bericht beschreibt er es ähnlich, wie die beiden Schülerinnen oben.

Was fehlt sind oftmals grundlegende Dinge für den Unterricht. Für den naturwissenschaftlichen Unterricht fehlen, laut Jasper, viele notwendige Utensilien. An Smartboards ist offensichtlich gar nicht zu denken. Die Wissensvermittlung hat allerdings die gleichen Schwerpunkte wie bei uns, Mathematik, Englisch und Naturwissenschaften stehen auf dem Stundenplan.

Jasper und die Jugendlichen der Thor Heyerdal haben sich mit den Schülern auch über die anhaltende Blockade seitens der USA unterhalten können. Hierin sehen die kubanischen Schüler, laut Jasper, das größte Hindernis, um Kuba zu Wohlstand zu bringen. Allerdings erwähnte Jasper ebenfalls, dass sie bei allen Gesprächen und Aktivitäten von den Lehrkräften beobachtet wurden und die kubanischen Schüler wahrscheinlich nicht alles preisgeben konnten, was sie wirklich dachten oder fühlten.

Ein gemeinsamer Gala-Abend mit Tanzdarbietungen und Kunstausstellungen, der von beiden Seiten gestaltet wurde, rundete den dreitägigen Aufenthalt ab. Abschluss war der Besuch der kubanischen Schüler auf der Thor Heyerdahl, die nach dem Besuch wieder Kurs Richtung Europa nahm.

Jasper hat 900 Bleistifte von A Bleistift FOR EVERYONE der Schulleitung übergeben können.

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