Ein herausfordernder Alltag in Cebu City

Die letzten Monate waren für die Menschen in Cebu und damit auch für unsere Kinder dort besonders belastend. Nach einem starken Erdbeben folgten zahlreiche Nachbeben, Schulen blieben über Wochen geschlossen. Viele Familien lebten ohnehin schon unter extremen Bedingungen, die Unsicherheit wurde für Kinder und Erwachsene zum ständigen Begleiter. Vor Kurzem kam zusätzlich ein Taifun mit Überschwemmungen hinzu.



Aufwachsen unter ständiger Unsicherheit

Gerade in diesen Zeiten zeigt sich, wie fragil der Alltag der Kinder ist, die wir in Pier 3 begleiten. Die meisten von ihnen wachsen in den Slums auf, oft ohne verlässliche erwachsene Bezugsperson, ohne finanzielle Sicherheit und mit einem Alltag, in dem Gefahren allgegenwärtig sind. Drogen, Alkohol, Straßenverkehr, Gewalt und Prostitution gehören zur Umgebung, in der sie lernen, sich permanent zu schützen. Das eigene Radar ist immer an.
Ein Weihnachten nur für sie
Weihnachten ist für diese Kinder in dem christlichen Land ein besonderer Moment. Gleichzeitig gibt es kein Geld für Geschenke, keine kleinen Dinge, die nur ihnen gehören, nichts, was nicht geteilt werden muss. Umso wichtiger ist es, ihnen wenigstens einmal im Jahr genau das zu ermöglichen: einen Wunsch äußern zu dürfen und ihn auch erfüllt zu bekommen.

Kleine Wünsche mit großer Bedeutung
Die Wünsche selbst sind dabei oft sehr klein und elementar.
Ein Paar Schuhe. Eine Hose. Ein T-Shirt. Für manche ein Kleid oder Sandalen. Für andere eine Puppe oder ein kleines Auto. Dinge, die für viele selbstverständlich sind, für diese Kinder aber etwas Besonderes, weil sie zum ersten Mal wirklich nur ihnen gehören.
Für ein paar Stunden einfach Kind sein
Im letzten Jahr haben wir für die Kinder unseres Bildungsprojekts eine kleine Weihnachtsfeier organisiert. Es gab ein gemeinsames Essen, das Lieblingsessen der Kinder, Lachen, Zeit miteinander und für jedes Kind ein persönliches Geschenk. Auf den Bildern sieht man vor allem eines: Freude. Für ein paar Stunden durften die Kinder einfach Kinder sein.




Unterstützung über die Feiertage hinaus
Zusätzlich haben wir den Familien unserer Kinder Lebensmittelkörbe mitgegeben, sodass sie über die Weihnachtstage versorgt waren. Drei Tage ohne Hunger, ohne zusätzliche Sorgen. Das ist kein großes Versprechen, aber in diesem Umfeld ein spürbarer Unterschied.
Ein sicherer Ort und verlässliche Menschen machen den Unterschied
Für viele unserer Kinder ist der Alltag geprägt von Enge, Unsicherheit und Verantwortung, die viel zu früh übernommen werden muss. Unser Haus am Pier ist für sie ein Ort, an dem sie zur Ruhe kommen können. Ein Ort, der Schutz bietet. Ein Ort, an dem Gemeinschaft seit Jahren trägt.

Dass dieser Raum bestehen kann, ist der kontinuierlichen Arbeit unserer Partner Line und Camilla sowie der Volontärinnen und Volontäre zu verdanken, die vor Ort sind, verlässlich, präsent und ansprechbar. Für die Kinder bedeutet das etwas sehr Wertvolles: Menschen, denen sie vertrauen können und zu denen sie jederzeit kommen dürfen. Und natürlich auch unserem Unternehmenspaten Immoviewer, der uns bereits seit 2020 verlässlich und sehr zugewandt zur Seite steht.
Gerade in Zeiten von Erdbeben, Nachbeben, Taifunen und Überschwemmungen zeigt sich, wie wichtig solche stabilen Orte sind. Orte, an denen für einen Moment etwas anderes zählt als das bloße Überleben.
Alle weiteren Informationen zu unserem Haus in Cebu City am Pier 3 findest du auf unserer Seite zu Bildungsprojekt Philippinen.