Maren ist gerade in Madagaskar. Der afrikanische Inselstaat ist unter den fünftärmsten Ländern der Welt. Die Bildungssituation ist prekär: Nur knapp ein Drittel aller Kinder schließt laut Unicef überhaupt die Grundschule ab. Wir haben die Grundschule Ecole primaire publique Tsivonoe nahe der Stadt Toliara ausgewählt, wir werden sie zukünftig unterstützen.

Die Schule umfasst fünf Jahrgänge und eine Vorschulklasse. Die Zustände, unter denen die Kinder dort unterrichtet werden müssen, sind kläglich. Für 234 Schulkinder stehen lediglich zwei marode Klassenräume zur Verfügung. Ein Taifun zerstörte 2015 ein Schulgebäude, das seitdem nicht wieder aufgebaut werden konnte. Anstelle des vorgesehenen Ganztagsunterrichts müssen die Stunden aufgeteilt werden. Die Schule verfügt über dreizehn Lehrkräfte. Nur fünf davon werden geringfügig bezahlt. Ihr Gehalt reicht nicht zum Leben. Die übrigen acht sind Volontäre. Diesen Status kann man über Jahre behalten, bevor der Staat die angehenden Lehrkräfte zur Prüfung zulässt. Für ihre Arbeit erhalten sie lediglich ein Essensgeld. Ebenso wie die angestellten Lehrkräfte sind sie auf Nebenjobs außerhalb der Schule angewiesen. Dies führt nicht nur zu häufigem Unterrichtsausfall, sondern ist auch wenig motivierend für die Lehrenden.

Kaum eines der Schulkinder hat bisher die Abschlussprüfung am Ende der fünften Klasse bestanden. Nur etwa die Hälfte erscheint überhaupt zum Unterricht. Wenn die Kinder zur Schule kommen, haben viele nicht einmal Stift und Papier dabei, ganz zu schweigen von Essen oder Wasser. Hunger zählt zum Alltag der Kinder in Madagaskar. Dieser hindert sie nicht nur am Schulbesuch, sondern zwingt sie auch zum Arbeiten, um Geld für Nahrungsmittel zu verdienen.

Erste Maßnahmen und Ziele

Wir haben viel vor in Madagaskar: Als erste Maßnahme statten wir die Kinder mit dringend benötigten Schulmaterialien aus. Bei ihrem Besuch hat Maren viele Bleistifte verteilt. Außerdem weiten wir unser Patenprogramm auf die neue Schule aus. Übernehmen auch Sie eine Patenschaft! Die zuverlässige Versorgung mit einem schultäglichen Mittagessen hat sich als wirksame Maßnahme erwiesen, die Kinder regelmäßig zum Unterricht erscheinen zu lassen. Wichtig ist auch die Versorgung mit Trinkwasser. Dafür lassen wir eine Wasserleitung zur nächstgelegenen Zisterne legen.

Wir werden die Lehrer:innen besser bezahlen und sie fortbilden, um die Unterrichtsqualität langfristig zu steigern. Darüber hinaus soll die Schule aber auch ein Ort werden, an dem die Kinder unbeschwert spielen und einfach Kind sein dürfen. Hierfür besorgen wir Fußbälle, Springseile und andere Spielgeräte.

Für all diese Vorhaben benötigen wir Unterstützung. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende!

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