Neue Projektschule Kali School als Ausweg aus der Kinderarbeit / Suche nach Spenden, Paten und Patinnen sowie Partnern

Das Leben in den Ziegeleidörfern ist hart: Hunger, Not und Armut dominieren den erdrückenden Alltag der Arbeiterfamilien. Ohne ordentliche Bildung gibt es keinen Ausweg, denn die Ziegeleibesitzer binden ihre Arbeiter und deren Familien mit einer Schuldenspirale an sich. Diese Leibeigenschaft wird an die Kinder weitergetragen, denn sie sind diejenigen, die die Schulden eines Tages erben werden. Eine Schulbildung hingegen kann den Weg in die Unabhängigkeit ebnen. Den Familien fehlt das nötige Geld, um ihre Kinder auf die Schule zu schicken. Auch der regelmäßige Schulbesuch muss im Alltag der Familien erst fest etabliert werden. Wird einem Kind im schulfähigen Alter der Schulbesuch nicht ermöglicht, droht ihm der permanente Ausschluss aus dem gesamten Bildungssystem.

Mit unseren mobilen Schulen, die Suraj und die Kiran School, konnten wir den Kindern und ihren Eltern in diesen Dörfern eine Perspektive bieten. Sie werden auf die Schule vorbereitet und schließlich finanzieren wir ihre Schulgebühren. Und auch wenn wir begeistert von der Wirkung unserer beiden Schulen sind, so ist uns doch bewusst, dass damit nur einem kleinen Teil geholfen wird.

Endstation Ziegeleiarbeit?

Während unserer Reise nach Pakistan besuchten wir nicht nur unsere bisherigen Projektschulen, sondern besichtigten ein weiteres Ziegeleidorf. Die Familien und die Zustände, in denen sie dort leben, erinnerten uns sehr an die Dörfer unserer bisherigen Projektschulen, bevor wir dort mit unserer Arbeit begannen. Mütter, Väter und Kinder leben dicht an dicht. Für jede Familie steht ein Raum zur Verfügung ohne jegliche sanitären Anlagen. Es gibt ansonsten nur einen mit Ziegelsteinen umrandeten Innenhof. Auf uns wirkte diese Ziegelei wie ein schlechtes Internierungslager. Selbst die herzliche Willkommenskultur bei unserer Ankunft konnte nicht über die erdrückende Armut und vorherrschende Perspektivlosigkeit dieser Menschen hinwegtäuschen.

„Kali“ bedeutet Knospe: Mit Bildung aus der Armut

Wir haben beschlossen, den Kindern in diesem Dorf zu helfen. Ursprünglich war die Aufnahme eines neuen Projektes nicht geplant. Es ist uns sehr wichtig, nur Verpflichtungen einzugehen, die wir langfristig und nachhaltig leisten können. Jedoch nachdem was wir vor Ort gesehen und erlebt haben, konnten wir die Kinder nicht einfach ihrem Schicksal überlassen. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass selbst mit wenig viel erreicht werden kann. Wir möchten diesen Kindern eine Perspektive bieten, in der Gewissheit, dass sie damit eine wirkliche Zukunft haben.

Unsere bisherigen Schulen dienen dabei als Vorbild: Die Kali School soll die Kinder auf die staatliche Schule vorbereiten und wenn der Übergang ansteht, übernehmen wir alle Formalitäten und tragen die Kosten für die Schulgebühren.

„Kali“ bedeutet Knospe. Auch wenn sie zu Beginn eher provisorisch funktionieren wird, mit gerade mal zwei Lehrern, einem schultäglichen Mittagessen und einfachsten Materialien, steht für uns fest, dass die Kali School fester Bestandteil unserer Arbeit wird. Wir werden sie gemeinsam zum Erblühen bringen. Hierfür sind wir auf der Suche nach einem Unternehmen, das diesen 40 Kindern eine Chance auf ein selbst bestimmtes Leben geben möchte. Zudem suchen wir Pat:innen und freuen uns über Spenden. Wir hoffen, auf Ihre Unterstützung bauen zu können!

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