Nach Mannheim und Stuttgart ging es weiter zu zwei Schulfesten: am Samstag beim Heidelberg College, am Montag beim Markgrafen-Gymnasium in Durlach. Der dritte und letzte Bericht dieser Reise.

Heidelberg College: Aus einem spontanen Kontakt wird ein großartiger Tag

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Den Auftakt machte das Heidelberg College, ein staatlich anerkanntes Privatgymnasium mit angeschlossenem Internat direkt am Neckarufer, gegenüber dem Heidelberger Schloss. Die Schule zählt über 500 Schülerinnen und Schüler und wird bereits in dritter Generation von der Familie Holzberg geführt und getragen.

Unsere Präsenz beim Schulfest kam über einen privaten Kontakt zustande. Für solche Verbindungen sind wir immer besonders dankbar, weil sie unser Netzwerk wachsen lassen. Die Lehrerin Caro Kley hat sich bei der Schulleitung dafür eingesetzt, dass wir mit einem Stand dabei sein durften.

Das Heidelberg College ist bereits sehr engagiert und hat eine eigene Patenschule in Malawi, allerdings nicht über unsere Organisation. Eine Unterstützung unserer Arbeit wäre an dieser Schule deshalb nur ergänzend zu diesem bestehenden Engagement denkbar. Diese Konstellation gibt es an vielen Schulen, mit denen wir kooperieren, und ich finde es immer sehr spannend, andere Projekte kennenzulernen.

Eine sehr motivierte Gruppe von Mädchen aus der Klasse von Frau Kley hat sich nach kurzer Einweisung zusammengefunden und den Stand komplett eigenständig gemanagt. Es war großartig zu beobachten, wie schnell die Inhalte erfasst und an die zahlreiche, interessierte Kundschaft weitergegeben wurden. Der Verkauf war erfolgreich, und es besteht bei den Mädchen großes Interesse, unsere Arbeit an der Schule weiter zu unterstützen und sichtbar zu machen.

Zwei Begegnungen haben mir besonders gezeigt, wie unser Netzwerk mittlerweile zusammenwächst: Eine Lehrerin der Schule ist bereits seit Jahren Patin bei uns, weil ihre eigenen Kinder das Bach-Gymnasium besuchen. Und eine andere Mutter erzählte mir, dass ihr Sohn bei den Waldkickern der VfR Mannheim Jugend mitspielt und so bereits wusste, dass die Waldkicker die Fußbälle für unsere letzte Togo-Reise ermöglicht hatten. Unser Bekanntheitsgrad wächst spürbar, gerade auch in Regionen, in denen wir bisher weniger präsent waren, und Schulen sind dabei eine enorme Hilfe.

Markgrafen-Gymnasium Durlach: Ein Weg bis zum Abitur

Den Abschluss der Reise bildete das Schulfest am Markgrafen-Gymnasium in Durlach bei Karlsruhe. Die Schule ist Pate der Victory School in Madagaskar, wobei unsere Unterstützung ganz konkret bei den Kindern ansetzt: Für die ehemaligen Schülerinnen und Schüler unserer Grundschule Tsivonoe, die inzwischen an die Victory School wechseln, übernimmt das Markgrafen-Gymnasium sämtliche Kosten, die für ihren Schulbesuch anfallen, also Schulgeld, Uniform, Schulmaterialien und alle Ausflüge. So ist für die Kinder wirklich alles abgedeckt, was sie brauchen, damit ihrem Weiterkommen an der Schule nichts im Wege steht.

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Bereits im vergangenen Schuljahr wurden auf diese Weise die Kosten für diverse ehemalige Schülerinnen und Schüler von Tsivonoe an der Victory School getragen, und zum Start des neuen Schuljahrs im September kommen weitere 32 Kinder hinzu. Für diese wachsende Unterstützung hat das Markgrafen-Gymnasium 2025 einen unfassbar erfolgreichen Spendenlauf organisiert, dessen Ergebnis die Kosten bis zum Beginn des kommenden Schuljahrs zuverlässig sichert.

An der Victory School kann man bis zum Abitur gehen. Unsere Partnerin in Madagaskar geht davon aus, dass die meisten Kinder durch diese Unterstützung tatsächlich bis zum Abitur an der Schule bleiben werden. Wir begleiten sie also bis zum Ende ihres Schulausbildung, eine Chance, die das Markgrafen-Gymnasium ihnen eröffnet.

Ich habe mich sehr gefreut, zum ersten Mal beim Schulfest des Markgrafen-Gymnasiums dabei zu sein und gemeinsam mit der engagierten Klasse von Alexandra Tutsch, meiner langjährigen Partnerin an der Schule, am Stand zu verkaufen.

Eine Station musste warten

Eine weitere Kooperationsschule in der Region, das Hans-Purrmann-Gymnasium (HPG) in Speyer, konnte ich leider nicht besuchen. Zwar liegt die Schule geografisch nah, allerdings bereits in Rheinland-Pfalz, und dort hatten zum Zeitpunkt meiner Reise die Sommerferien schon begonnen.

Ein Fazit zum Schluss

Wir sind über jede neue Kooperationsschule dankbar. Jede einzelne hilft uns, unsere Arbeit bekannter zu machen und damit noch mehr Kindern in Entwicklungsländern bessere Chancen zu ermöglichen.

Damit endet unser dreiteiliger Bericht über die Baden-Württemberg-Reise. Vielen Dank an alle Schulen, Lehrkräfte, Eltern und vor allem an die vielen engagierten Schülerinnen und Schüler, die diese Reise so besonders gemacht haben.