Anfang Oktober waren wir zu Besuch bei der Tsivonoe Grundschule in Madagaskar. Das Herzstück unserer Arbeit dort bildet die Versorgung der Schulkinder mit einem Mittagessen in der Schule.  Dieses ermöglicht uns, die Bildung der Kinder langfristig zu unterstützen: Wegen des Essens kommen die Kinder regelmäßig in die Schule – und nur dann können sie unterrichtet werden. Auch verbessert sich durch das tägliche, ausgewogene Essen der allgemeine Gesundheitszustand der Kinder sichtlich. All dies spiegelt sich auch in den schulischen Leistungen der Kinder wider. Die Verbesserung der Schulbedingungen hat sich herumgesprochen. Zu diesem neuen Schuljahr ist die Anzahl der Schulkinder von 234 auf 279 angewachsen – ein großer Erfolg und Zeichen der Wirksamkeit unserer Arbeit, worüber wir uns sehr freuen!

Alle helfen mit

Bei der Zubereitung und der Verteilung des Mittagessens packen alle mit an, schließlich müssen mittlerweile knapp 300 Mahlzeiten an jedem Schultag zubereitet werden. Bei den Vorbereitungen, dem Schneiden der Zutaten und dem Kochen werden die zwei von uns angestellten Köchinnen von Eltern unterstützt, die regelmäßig rotieren. Da es momentan nur 140 Teller und Besteck gibt, wird in Etappen gegessen, zuerst die Jüngsten und am Ende die Ältesten. In der Zwischenzeit werden die Teller immer wieder gespült und neu befüllt. Hierbei unterstützen die Jungen und Mädchen der höchsten Klasse, während die Jüngeren geduldig und mit großen Augen auf ihr Essen warten. Das Essen wird wertgeschätzt: Nicht aufgegessene Reste gelangen zurück in die Küche und werden aufgewärmt wieder neu verteilt, so dass nichts weggeschmissen wird und alle satt werden. Auch die angebrannten Reisreste werden verwertet: sie werden mit Wasser aufgegossen und gekocht. Abgekühlt gilt dies als nahrhaftes Getränk, auch genannt „madagassische Cola“.

Gekocht wird in großen Töpfen auf mit Holz befeuerten Sparbrennern, welche wir eigens dafür besorgt haben. Die Grundzutaten sind dabei Mais, Linsen, Reis und Öl. Dreimal die Woche gibt es Gemüse und zweimal die Woche regionales Obst als Nachtisch. Die haltbaren Lebensmittel werden monatsweise an die Schule geliefert, während das Obst und das Gemüse alle zwei bis drei Tage vom Direktor auf dem nächsten Markt frisch eingekauft werden.

Finanzielle Basis

Das Mittagessen finanzieren wir momentan aus verschiedenen Quellen. Die Basis bildet unser Patenschaftsprogramm, das sich noch im Aufbau befindet. Derzeit haben wir erst etwa 100 Patenschaften. Einen weiteren Beitrag in diesem Jahr leistet die Deutsche Postcode Lotterie mit ihrer Förderung, die unsere beiden Köchinnen in diesem Schuljahr finanziert. Um die Menge an Gemüse und Obst zu bezahlen, die wir uns für die Kinder wünschen, hat Gräfin Waldersee Schmuckdesign uns knapp 400 Armbändchen gespendet. Diese durften wir auf Messen und Veranstaltungen verkaufen. Von den Erlösen i.H.v. 2.000 Euro können wir nun das GANZE zusätzliche Gemüse und Obst bis zum Ende des Schuljahres finanzieren!

Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Wir danken sehr herzlich unseren Patinnen und Paten und allen anderen, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen und die uns ihre Hilfe bereits vor unserer ersten Reise im letzten November mit auf dem Weg gegeben haben. Wir wünschen uns künftig, noch weitere Kinder in eine Essenspatenschaft vermitteln zu können. Ganz herzlichen Dank auch an die Deutsche Postcode Lotterie und Gräfin Waldersee Schmuckdesign! Es macht uns glücklich, die Kinder mit so einem guten und nahrhaften Mittagessen versorgen zu können.

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