Unser neues Projekt befindet sich in Nepal, in der Bergregion Simthali. Dort gibt es eine Schule, die unsere Unterstützung dringend braucht. Die Schule liegt auf ca. 2.400 Meter Höhe sehr idyllisch auf einer Anhöhe. Fast 5 Stunden fährt man mit dem Jeep von Kathmandu dort hin. Die Hälfte der Fahrzeit allein für die letzten
20 km, so schlecht sind die Straßen – soweit man die Wege überhaupt als Straßen bezeichnen kann -. In der Nähe der Schule befinden sich zwar einige Häuser, die meisten Kinder müssen jedoch mehrere Kilometer zu Fuß in die Schule laufen, da sie weit entfernt wohnen.

Das Leben in der Region Simthali

Simthali ist eine Erdbebenregion und beim letzten großen Beben 2015 wurden alle Häuser in der Nähe der Schule zerstört, auch die Schule selbst. Viele Häuser wurden wieder aufgebaut. Es sind einfache Lehmhäuser mit ein oder zwei Stockwerken. Im unteren Stockwerk leben die Tiere, wie Hühner oder Ziegen in getrennten Ecken. In der dritten Ecke befindet sich die Schlaffläche, die auch für Hausaufgaben und andere Arbeiten genutzt wird. In der vierten Ecke ist die Kochstelle mit offenem Feuer untergebracht, einen Kamin gibt es nicht. Wenn Familien größer sind, gelangt man durch eine Luke zu einer weiteren Schlafstätte, die nur den Menschen dient. Die Tiere im Untergeschoss geben dem Wohnraum die einzige Wärme. Insgesamt sind die Häuser sehr zugig und kalt.

Die Bewohnerinnen und Bewohner leben von der Ernte der Felder. Linsen, Reis, Zwiebeln, Kartoffeln und Spinat werden neben anderen Gemüsen und Obst angebaut. Die Bevölkerung tauscht, es gibt vor Ort nichts zu kaufen. Einen Laden hat diese entlegene Region nicht, bzw. die nächsten Einkaufsmöglichkeiten sind zu Fuss weit entfernt. Für einen Einkauf in die nächstgelegene Stadt zu fahren, kommt einer Reise gleich. Dort wird dann Kleidung gekauft und zusätzlicher Reis, der für das tägliche Essen “Dal Bhat” benötigt wird. Diese Tauschgesellschaft geht harter Arbeit nach, die man den Einwohnern ansieht. Eine Missernte durch Trockenheit oder starke Regenfälle können viele nicht verkraften. Mit 60 sind die Menschen dort ausgelaugt.

 

 

Die Schule

Die Simthali Mountain School ist eine Government School für 95 Kinder, die in 7 Klassen unterrichtet werden. Obwohl es eine öffentliche Schule ist, zahlt die Regierung nur drei Lehrkräfte, was für sieben Klassen zu wenig ist. Für die weiteren vier Lehrkräfte und das Mittagessen kommt aktuell unser Kooperationspartner Ram Hari mit seiner Organisation Indreni auf. Maren Reisner hat mit ihm zusammen im Februar 2020 die Schule besucht. Die Menschen waren sehr aufgeschlossen und haben sich über den Besuch aus der Stadt gefreut. Auffallend war, wie wenig Schulmaterial zur Verfügung steht und in welch schlechten Zustand zum Beispiel die Schuluniformen und die Schulbücher sind. Übungshefte sind völlig kaputt und zerlesen und halten nur noch leidlich zusammen. Hier ist dringend Unterstützung nötig. Obwohl die Schule mit 95 Kindern klein ist, ist es wichtig sie weiter zu betreiben und dort gute Lehrer zu beschäftigen, um den Kindern eine gute Bildung zu ermöglichen. Wenn die Schule schließen müsste oder das Niveau zu schlecht wird, dann müssen die Kinder in die Stadt.

Schüler in Kathmandu

Die Bevölkerung der Dörfer hat erkannt, dass Bildung ein Schlüssel für ein besseres und weniger beschwerliches Leben ist. Sie möchten ihren Kindern unbedingt die Möglichkeit geben, in die Schule zu gehen. Wenn es keine Schule in den Bergregionen gibt, werden die Kinder viel zu früh teils schon mit 10 bis 12 Jahren nach Kathmandu zur Schule geschickt. Ein Besuch am Wochenende ist nicht möglich, die Reise wäre nicht zu finanzieren. So sind die Kinder in der Schulzeit abgeschnitten von ihren Eltern.
Die Kinder sind in der Stadt auf sich gestellt und leben in Hostels, die mehr einem Kinderheim gleichen. Viele Kinder die hoffnungsvoll nach Kathmandu geschickt wurden sind nun erwachsen. Sie sind oft völlig entwurzelt und weder in Kathmandu, noch in ihren Heimatdörfern, zuhause.

Dieses Schicksal erfuhr auf ähnliche Weise auch Ram Hari, unser Kontaktmann und das ist der Grund, warum er sich für die Simthali Mountain School engagiert.

Ram Hari und die Organisation Indreni

Im Alter von 8 Jahren ist Ram Hari, der aus dem Ort stammt in der die Mountain School steht, von zuhause weggelaufen. Er ist nach Kathmandu gegangen, um dort sein Glück zu finden. Zunächst sah es danach aber nicht aus. Er lebte als Straßenkind in Armut, unter unwürdigen Lebensumständen.

Sein Leben nahm eine Wendung, als die Organisation Rokpa ihn aufnahm und er in einem Kinderheim leben konnte. Dort hat er eine Ausbildung absolviert und später im Management der Organisation gearbeitet. Aber Ram wollte mehr und hat so seine eigene Organisation gegründet, die Kindern wie ihm, in den Bergdörfern eine Chance geben möchte – Indreni. Ram Hari kennt beide Seiten, die des Dorfkindes, das ohne die Familie leben und groß werden muss und die der Organisation, die versucht, diesen Kindern Halt und Schutz zu geben. Die Idee seiner Organisation Indreni ist es, dass Kinder in den Dörfern zumindest die Primary School abschließen, damit die Bindung an die Familie gefestigt wird und sie frühestens mit 14 das Dorf verlassen müssen.

Unsere Vision für die Simthali Mountain School

Die Geschichten der Kinder, die entwurzelt sind und in der Stadt kein Zuhause haben und im Dorf nicht mehr heimisch sind, hat vor allem Maren schwer berührt. Sie möchte, dass die Kinder die Primary School in den Bergen, ihrer Heimat, abschließen können und so die notwendige Prägung und Bindung in ihrer Familie erhalten.

Was können wir tun, um das zu gewährleisten?

Als erstes möchten wir durch Spenden erreichen, dass immer ausreichend Schulmaterial vorhanden ist. Zuallererst benötigen die Kinder Übungsbücher und Schulrucksäcke. Alles was man kaufen muss ist schwer zu bekommen und noch schwerer für die Menschen dort zu finanzieren. Lineale, Stifte, Radiergummi, Spitzer, Klebstoff, Scheren, etc., hier möchten wir helfen. Zudem ist es wichtig, dass Lehrer finanziert sind und dass das Mittagessen bereitgestellt wird. Dafür benötigen wir ausreichend Teller und Becher für jedes Kind, die aktuell auch noch nicht vorhanden sind.

Ein besonderes Anliegen ist auch, dass es einen Englischlehrer gibt. Dazu muss eine Lehrerin oder ein Lehrer ausgebildet werden, damit die Region den Anschluss nicht verpasst. Aktuell sprechen die Menschen dort kaum ein Wort Englisch und die Verständigung gelingt hauptsächlich mit Händen und Füßen. Hätte Ram nicht übersetzten können, hätte Maren kaum Einblicke in die Lebensweise bekommen und es wäre nicht möglich gewesen unsere Unterstützung anzubieten.

UND…wir suchen für dieses Projekt Sponsoren, die bereit sind, einen Teil der Kosten, d.h. Lehrergehälter, Fortbildung, Schulmaterialien und das Mittagessen der Schüler, regelmäßig zu tragen. Wenn Sie oder Ihr Unternehmen Interesse daran haben, diese Schule zu stärken und zu unterstützen, melden Sie sich bei uns. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Unterstützung.

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