Die Schuleröffnung der Miracle Suraj School und der Miracle Kiran School in Pakistan werden von den Kindern sehnsüchtig erwartet und wir freuen uns ebenfalls sehr, dass das Projekt so schnell umgesetzt werden konnte.

Die Kinder freuen sich sichtlich auf „ihre“ Schule.

Letztes Jahr war Maren Reisner in Pakistan und hat sich mit Arthur von den Miracle School Ministries ein Bild vor Ort machen können. Angesichts der Lebensumstände war für einen Großteil der Kinder der Besuch einer Schule nicht möglich. Schnell war klar, dass hier dringend eine Schule, direkt vor Ort, benötigt wird. Dass die Eröffnung der Miracle Suraj Schule und der Miracle Kiran School bereits jetzt stattfinden kann, hätten sie sich vor einem Jahr noch nicht träumen lassen.

Ohne die Sicherung der Finanzierung durch Firmen bzw. Sponsoren wäre eine Umsetzung nicht möglich gewesen. Die Firma Gottfried Puhlmann übernimmt die allgemeinen Schul- und Fortbildungskosten der Miracle Suraj School. Für die Miracle Kiran School werden diese Kosten von der Firma Impeak übernommen. Beiden Firmen gilt ein ganz besonderes Dankeschön.

Der erste Probeunterricht findet noch ohne Schulgebäude statt.

Mobile Schulen

Die Kinder werden direkt in den Ziegeleidörfern unterrichtet, weil die Wege sonst zu weit wären und die Kinder ihren sonstigen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen könnten. Die Kinder sind für vieles zuständig. Sie betreuen die jüngeren Geschwister, helfen den Eltern bei der Ziegelsteinherstellung und kümmern sich um Aufgaben im Haus. Mit größeren Anfahrtswegen zur Schule, wäre das nicht zu schaffen.

Ursprünglich waren Schul-Zelte angedacht, jetzt sind aber feste Räume mit Dach vorhanden, um die Kinder zu unterrichten. Die beiden Ziegeleibesitzer der Dörfer haben daran großen Anteil. Die entstehenden Schulen haben ein Dach und einen Vorhof, sie nennen sich trotzdem “mobile Schulen”, auch weil bei weitem noch kein Haus in unserem europäischen Sinne vorhanden ist. Wenn die Monsunzeit beginnt, werden wir erneut schauen, wie der Unterricht fortgeführt werden kann. Vielleicht braucht es dann eben doch noch Zelte.

Einer der Schulräume, bald ist Eröffnung.

Chance auf Bildung 

Im Moment sind die Einschreibungen der Schüler abgeschlossen. Eltern kamen zum Teil aus anderen Orten, um ihre Kinder anzumelden. Die Eltern erkennen die Chance, die ihren Kindern gegeben wird und die sie selbst nicht hatten. Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, war für fast alle Eltern nicht möglich. 

Eltern melden ihre Kinder zur Schule an.

Probeunterricht

Schon der Probeunterricht war für die Kinder aufregend. Es gab herzerweichende Szenen, als zum Beispiel ein Junge seine Ziege mit zur Schule brachte und sie vor der Klasse präsentierte oder die Begeisterung der Kinder im Bus, auf dem Weg zur Schule. So viele glückliche Gesichter sind einfach hinreißend und wir wissen, dass wir etwas richtig gemacht haben. Während des Probeunterrichts wird der Kenntnisstand geprüft, um nach der Eröffnung auch gleich unterrichten zu können. Ein Highlight für die Kinder während des Probeunterrichts war sicherlich die Verteilung von Bananen und einmal gab es sogar ein Eis. 

Während des Probeunterrichts werden Bananen verteilt

Große Resonanz

Über zwei Wochen fand jeden Tag Probeunterricht statt, dabei wurde spielerisch der Kenntnisstand getestet. Mehr als 50 Kinder können nicht angenommen werden, obwohl es sehr viel mehr Bedarf gibt. Viele Eltern und Kinder hoffen nun auf weitere Schulen. 

Auto durch Spenden finanziert

Ein Auto wurde durch private Spenden finanziert und damit können Kinder aus anderen Ziegeleidörfern zur Schule gefahren werden. Der Bus wird von Kindern genutzt, die die Strecke sonst nicht bewältigen könnten und so vom Schulunterricht ausgeschlossen wären. Auch die Lehrer werden mit diesem Auto jeden Morgen aus Lahore zu den Ziegeleien gebracht. Ein weitere Auto wird dringend benötigt, da die beiden Schulen an unterschiedlichen Orten sind. Spenden hierfür sind herzlich willkommen.

Mit diesem Bus fahren die Kinder zur Schule.

Dankbarkeit und ein gemeinsames Ziel

Viele Mütter kommen aktuell zum Schulgelände, um den Bereich, in dem die Kinder unterrichtet werden, zu verschönern. Sie versehen die Ziegelsteine mit der traditionellen Lehmschicht. Sie zeigen so ihre Dankbarkeit gegenüber den Ziegeleibesitzern, die die Schule auf ihrem Grund erbauen lassen und den Spendern, die das Projekt überhaupt erst ermöglicht haben. Christen und Muslime, Mädchen und Jungen werden hier gemeinsam unterrichtet. Ziel ist die Bildung der Kinder und die ist für alle Beteiligten sehr wertvoll.

Die Schulen machen Schule

Beide Ziegeleibesitzer sind stolz, die Schule in ihrem Dorf zu haben. Diverse andere Ziegeleibesitzer haben sich schon an unseren Kooperationspartner gewandt und gefragt, ob weitere Schulen in ihren Dörfern entstehen könnten. Das heißt, es gibt eine Perspektive, dass weitere Kinder in naher Zukunft unterrichtet werden können.

Uns macht es wahnsinnig stolz, dass wir in so kurzer Zeit das Projekt starten konnten und gleichzeitig die Perspektive zu haben, dass dieses Projekt weiter getragen wird. Jetzt freuen wir uns aber erst einmal auf die Bilder der bevorstehenden Eröffnung und werden diese sicherlich auch mit unseren Lesern teilen. 

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